Mittwoch, 17. Dezember 2014

Interview Marathon

Kurz als Info: ich hatte die letzten Wochen (Monate) Interviews für potenzielle Praktikas und möchte meine Erfahrungen mit den jeweiligen Firmen teilen.



Zuerst konnte ich nicht glauben, dass ich tatsächlich zu einem Interview mit Google eingeladen wurde. Es geht um die Stelle "Associate Product Management Intern" in Zürich. Ich habe mich gut 1 Woche auf das Interview vorbereitet und ich bin wirklich jedes mögliche Thema durchgegangen. Unvorbereitet sollte man wirklich NIE in ein Interview mit den amerikanischen Firmen gehen, da geht es nämlich um Fachfragen und nicht um Stärken oder Schwächen.


Teil 1: Initiales Interview mit der Recruiterin

Hier habe ich mit meiner Recruiterin nur über die Rolle an sich gesprochen und ob ich nach dem Prakikum theoretisch Zeit für eine Vollzeitrolle hätte (rein hypothetisch). Meine Recruiterin ist sehr nett und hilft mir allgemein sehr viel weiter - sie gibt mir auch immer wieder hilfreiche Tipps, wie ich  mich am Besten vorbereiten kann.


Teil 2: Erstes Online-Video-Interview - Schwierigkeitsgrad 3

Ich war sehr aufgeregt, aber auch zuversichtlich und selbstsicher. Das Interview bestand aus 3 Fragen: (1) Erkläre Rekursion einem Kind, (2) Welches Non-Google-Produkt ist dein Lieblingsprodukt und warum? Wie würdest du es verbessern?, (3) Designe eine Uhr für Kinder in Afrika

Im Endeffekt relativ leichte Fragen, jedoch geht es vor Allem bei den Designfragen immer sehr in die Tiefe, z.B. "Warum sollten Kinder in Afrika überhaupt eine Uhr benutzen?".

Was mich positiv überrascht war, dass 1/3 der Zeit für Fragen meinerseits geplant waren, d.h. ich hatte 15 Minuten um gute Fragen zu stellen. Ich habe viel zu Googles Produktstrategy gefragt, aber auch, wie meine Interviewerin zu Google gekommen ist, etc...

Anruf nach ca. 2 Wochen...
Meine Recruiterin aus London hat mich extra nach New York angerufen (da dachte ich mir schon, so schlimm kann es gar nicht sein...) Leider wurde ich für die Stelle als Produkt Management Intern nicht empfohlen, jedoch möchte Google mich weiterhin interviewen für die Stelle als Software Engineering Intern, weil sie denken ich sei allgemein ein starker Kandidat (das von Google zu hören, war natürlich suuuuper!)

Teil 3: Erneutes Interview mit meiner neuen Recruiterin für die Software Engineering Rolle
Dieses Interview war wieder nur ein allgemeines Interview mit Fragen zu meinen Interessen, etc. und allgemein eine Erklärung des ganzen Prozesses. Nichts besonders aber sehr aufmerksam von Google, dass die Recruiter sich tatsächlich Zeit für den Bewerber nehmen

Teil 4: Technisches Interview Nummer 1
Auch wenn ich mittlerweile einige Interviews hinter mir habe, vor Coding Interviews habe ich noch immer Respekt. Man muss sich wirklich mit Algorithmen und Datenstrukturen auskennen - und mit wirklich meine ich (1) programmieren, (2) Laufzeit bestimmen, (3) Anwendungsfälle erkennen und (4) in Probleme einbauen. Besonders habe ich mich auf Trees, LinkedLists, Stacks, Queues und Graphs fokusiert und dazu viele Übungen im voraus programmiert. Mir wurde immer gesagt: "auch wenn du jahrelang bei einer Firma der Top-Programmierer bist, solange du deine Algorithmen nicht kennst - keine Chance". Deshalb habe ich mir außerdem diverse Such- und Sortieralgorithmen eingeprägt und verschiedene Testfälle überlegt.

Nun zum eigentlichen Interview. Meine allgemeine Erfahrungen mit diesem Interview waren eher negativ. Als mein Interviewer und ich beide den Hangout-Video-Call geladen hattenkam nur kurz "okay - can you hear me?" - "yes" - "okay let's start with the first question...". Keine Vorstellung seiner Seite und es hat ihn anscheinend auch nicht interessiert, wer ich überhaupt bin. So weit so gut... die Coding Questions an sich waren jetzt nicht super schwierig und mein Interviewer war durchaus hilfreich, wenn auch etwas unfreundlich. Ich habe am Ende meinen Code zum Laufen gebracht und war auch zufrieden. Für mich ein annehmbarer Code für einen Zeitraum von nur 30 Minuten + Interviewdruck.

Teil 5: Technisches Interview Nummer 2
Interview Nummer 2 war gleich einen Tag darauf. Diese Experience war definitiv besser als Interview Nummer 1. Mein Interviewer wollte wenigstens ein bisschen etwas über mich erfahren. Die technischen Fragen waren nicht übertrieben schwer und auch nichts unerwartetes. 

Teil 6: Feedback
Eine Woche darauf gabs dann einen Anruf meiner Recruiterin, dass ich leider dieses Jahr nicht für Google in Frage komme. Sie hat mir auch ein ziemlich gutes Feedback geben können und meinte dazu, dass sie mich gerne in ihrere Bewerberdatenbank halten möchte und mich bei Gelegenheit in einem Jahr noch einmal kontaktiert. Alles in Allem eine neutrale Erfahrung: sehr gutes Recruiting aber eher negative Interviewsituationen. 



Okay, mit ThoughtWorks hatte ich eigentlich kein Interview - dennoch habe ich von ThoughtWorks ein Angebot bekommen.

Wie? Ich war im Juni auf einem Hackathon in Hamburg (Geekettes Hackathon HH) und ThoughtWorks war einer der Hauptsponsoren. Nachdem das Projekt meiner Gruppe einen Preis von ThoughtWorks bekommen hatte, bin ich mit den Angestellten in Kontakt gekommen und ein paar Tage später bekam ich schon die indirekte Zusage für ein Praktikum bei ThoughtWorks in Hamburg.

Auch wenn ThoughtWorks noch recht klein ist (ca. 2500 Mitarbeiter weltweit), hat mich die Firma irgendwie mitgerissen. TW ist eine Firma, welche sich sehr für ihre Mitarbeiter einsetzt und als Mission "is to better humanity through software and help drive the creation of a socially and economically just world." hat - also sie setzen sich auch sehr für soziale Probleme ein (wie zu wenige Frauen in der IT). Außerdem war TW einer der Hauptsponsoren auf der Grace Hopper Conference. Alles unglaublich viele Punkte für ThougtWorks - jedoch ein Problem: diese Firme hat kein wirkliches Produkt Management, d.h. ich würde zwar viele Bereich und nicht nur Software sehen, jedoch weiß ich nicht, ob das das richtige für mich wäre.

Außerdem wäre das Praktikum in Hamburg, Deutschland. Yay!



Ich wurde von Microsoft vor der Grace Hopper Celebration angeschrieben und gefragt, ob ich Lust auf ein Interview bei der GHC habe. Natürlich habe ich zugesagt, jedoch wusste ich nicht, auf was genau ich mich vorbereiten sollte - also bin ich ins kalte Wasser gesprungen.


Teil 1: Interview bei der Grace Hopper - Schwierigkeitsgrad 2

Ich war überraschenderweise kaum, wenn nicht gar nicht aufgeregt. Ich glaube das lag daran, dass die Konferenz an sich schon eine gewohnte Umgebung war und ich zuversichtlich war, mein Interview zu meistern. Ich hatte mich am Tag davor schon 10+ Firmen vorgestellt und habe schnell gelernt, wie ich  meine Erfahrungen besser darstellen kann und habe diese Erfahrung in mein Interview mit eingebracht. Also falls ihr jemals ein sehr wichtiges Interview habt: geht auf Karrieremessen mit eurem Lebenslauf und übt an den Recruitern dort - das hat zumindest mir sehr viel Selbstvertrauen gegeben.

Fragen beim Interview:

(1) Erzähl mir etwas über dich 
(2) Welches Microsoft Produkt magst du? -> Ich habe Visual Studio - IntelliSense genommen
(3) Stell dir vor du wärst Produkt Manager von IntelliSense. Wie würdest du es designen?
(4) Coding Aufgabe: schreibe eine Funktion, welche einen String invertiert 

Anschließend hatte ich noch die Möglichkeit Fragen zu stellen und ich habe mich dazu entschlossen, weniger Fragen über die Stelle an sich zu fragen, sondern eine richtige Unterhaltung zu beginnen (z.B. über das Thema wie Microsoft jetzt mit Windows 10 das Windows Phone integrieren wird). Es war sehr interessant und mein Interviewer (Program Manager bei Microsoft) meinte am Ende auch, dass es wirklich cool war, mal eine Unterhaltung bei Interviews zu führen. Das ist jetzt meine Strategie für Interviews!



Teil 2: On-site Interview in Redmont/Seattle

Gut zwei Tage nach dem ich wieder in New York City angekommen war, habe ich eine Mail von Microsoft bekommen: "You did a great job on your first interview and I’m recommending you for final round PM interviews.  I hope you’re excited and are happy to receive this good news—we look forward to getting to know you better." - yay ich wurde zum Microsoft Headquarter nach Redmont (Seattle) eingeladen! Als Anhang gab es unzählige Informationen über den Interview Prozess und wie ich mich am Besten vorbereiten kann. Zur Info: Das On-Site beinhaltet einen Tag voller Interviews, d.h. ich spreche zu 5 verschiedenen Personen - spannend!

Microsoft hat sich beim On-Site Vorstellungsgespräch wirklich selbst übertroffen. Ich durfte zwei Tage in einem super Hotel übernachten, habe so gut wie alles erstattet bekommen (z.B. für Essen oder auch Sightseeing) und die anderen Bewerber und ich wurden jeweils vom Hotel abgeholt und wieder zurück gebracht (einmal sogar mit der Limousine!!!). Meine Interviews waren auch sehr, sehr angenehm - nichts überraschendes und sehr nette Interviewer.

Teil 3: Zusage von Microsoft!
Ich hatte meinen Interviewtag am Dienstag und Mittwoch Morgen hatte ich bereits eine Email in meinem Postfach mit meiner Zusage. Nachdem ich die Zusage bekommen habe, bekam ich noch ein paar Anrufe von Microsoft Mitarbeitern, welche mich in meiner Entscheidung nochmal bestärken wollten. Mein Eindruck war wirklich sehr professionell. 







Teil 1: Interview bei der Grace Hopper - Schwierigkeitsgrad 1

Vor der Grace Hopper wurde ich auch von Ebay angeschrieben, ob ich nicht Lust auf ein Interview hätte.  Dieses Interview war ziemlich locker aufgebaut. Meine Interviewerin hat mich eigentlich nur gefragt, was ich so bisher gemacht habe - ich habe von meiner Website www.girlscandoit.org erzählt und wie ich diese "programmiert" (ja, geschrieben für die Informatiker) habe. Also haben wir viel über Front-End-Entwicklung (also Websitengestaltung) geredet und sie meinte, dass sie genau so jemanden sucht im Moment. 

Teil 2: Finale Phone Interviews

Ich hatte über zwei Tage verteilt drei Interviews, welche jeweils 1 - 1.5 Stunden lang waren. Bei diesen Interviews ging es um die Product Management Intern Stelle.

eBay war definitiv die beste Interviewing Erfahrung. Meine drei finalen Interviews waren super angenehm, weil meine drei potenziellen zukünftigen Chefs mich wirklich kennen lernen wollten. Meistens gingen die Fragen um Product Strategy & Design, aber auch konkret über das Problem, das ich bei eBay lösen müsste (was übrigens super interessant ist - nur darf ich nicht öffentlich drüber reden...). D.h. ich habe schon während der Interviews Lösungen entwickelt. Mich hat eBay als Arbeitgeber komplett überrascht - ich hätte nie gedacht, dass ich das Team so super finden würde und dass ich hier wirklich vor einem konkreten Problem sitze.


Teil 3: ZUSAGE

Genau 2 Stunden nach meinem letzten Interview bekam ich einen Anruf von meiner Recruiterin mit dem Inhalt, dass meine Interviewer begeistert waren und mir somit ein Angebot für die Praktikantenstelle geben möchten. 


Teil 4: Nach der Zusage

Okay. Mein Angebot von eBay ist wirklich ziemlich gut und die Position ist auch super, dennoch möchte ich noch auf weitere Entscheidungen warten. Ich habe das meinem Team bei eBay auch mitgeteilt und ich war erstaunt, dass mein zukünftiger Teamleiter so viel Verständnis dafür hatte. Er meinte sogar, er will mir bei der Entscheidung helfen, soweit es geht. Ebay scheint wohl wirklich eine super angenehme Firmenkultur zu haben. Riesiger Pluspunkt.

Bei Facebook hatte ich mich auf zwei Stellen beworben: (1) Technical Program Manager Intern und (2) Software Engineering Intern


Teil 1: Phone Interview für das Technical Program Manager Praktikum - Schwierigkeitsgrad 2

Leider hatte ich vorher so gut wie keine Infos bekommen, deshalb habe ich nur allgemein Infos über Facebook recherchiert und meine Standardfragen vorbereitet. 

Das mit den wenigen Infos war jedoch dann auch gerechtfertigt. Das Phone Interview ging 45 Minuten (anstatt der angedachten 30 Minuten) und in den ersten 20 Minuten hat mich meine Interviewerin einige Fragen zu meinem Lebenslauf gemacht, also was ich in den jeweiligen Positionen gemacht habe. Außerdem kam noch die Frage warum ich denn zum studieren angefangen habe, obwohl ich ja einen Job hatte. Ich sollte ihr außerdem noch von einer Situation erzählen, in der ich ein Problem lösen musste (nicht auf IT bezogen). 


Danach ging es zu den Fragen von mir. Ich habe zwei initiale Fragen zu Facebook gestellt und anschließend haben wir geschlagene 20 Minuten über Frauen in der Informatik und Lean In geredet - ganz anders als man sich ein Interview vorstellt. Ob das jetzt so positiv war, weiß ich leider gerade auch nicht. Es war auf jeden Fall interessant, weil ich auch fragen konnte "Was würde sich innerhalb von Facebook ändern, wenn die Firma nächstes Jahr im Software Engineering Bereich 50% Männer und 50% Frauen einstellen würde?". 


Am Ende meinte sie zwar noch, dass sie nicht weiß, ob die Position 100% das richtige ist - so habe ich das eigentlich auch gefühlt. Aber sie hat mich ermutigt mehr zu der Position zu hinterfragen.  


Teil 2: meine erste (aber auch erwartete) Rejection-Email

Meine Recruiterin meinte zu mir, dass Sie mich leider nicht weiter für die Rolle als TPM in Erwägung ziehen können. Ich habe das auch erwartet, da die Stelle an sich wohl wirklich nicht die Stelle für mich war. Aber das ist ok :)


Teil 3: Back in the game!

Ich hatte mich ja noch auf eine zweite Stelle beworben: Software Engineering Intern. Auch heirfür hatte ich ein Phone Interview (Technisches Interview). Meine Erfahrung mit Facebook war hierbei sehr, sehr positiv. Mein Interviewer war wirklich interessiert an dem was ich mache und wir haben 75 Minuten telefoniert statt 45 Minuten. Die Coding-Fragen waren ziemlich schwierig aber machbar. Aber es war das erste technische Interview, das mir wirklich auch Spaß gemacht hat.


Teil 4: Feedback + finales Interview

Nach nur ein paar Stunden bekam ich Feedback von meinem Recruiter, dass ich einen Schritt weiter bin. Anschließend haben wir ein weiteres Telefoninterview organisiert (welches mein allerletztes Interview im Jahr 2014 war - juhu!). Das letzte Telefoninterview war deutlich schwerer als das erste. Bei der Codingfrage ging es um viel Hintergrundwissen und man sollte sich wirklich gut mit Datenstrukturen auskennen. Ich hatte kein wirklich gutes Gefühl danach.


Teil 5: ZUSAGE!!! 

Ein paar Stunden später bekam ich eine Mail von meinem Recruiter mit meiner Zusage. Zuerst dachte ich "Die müssen doch nen Fehler gemacht haben...", aber es stimmte: Facebook möchte mich wirklich für ein Praktikum haben.




Entscheidung?

Jede der Firmen ist besonders und hatte etwas anderes zu bieten. Für meine Entscheidung war es mir am wichtigsten, dass ich ein gutes Arbeitsumfeld habe, einen spannenden Job und Zukunftsaussichten. Deshalb habe ich bei Facebook zugesagt und werde im Sommer als Software Engineering Intern anfangen :)

Dienstag, 28. Oktober 2014

Fotoupdate

Ich habe gestern mein letztes Assignment für die nächsten Wochen abgegeben und habe jetzt endlich mal wieder Zeit ein bisschen was anderes als die Uni zu sehen.

Hier ein paar Fotos, die ich bisher in New York gemacht habe:













Sonntag, 12. Oktober 2014

Die Grace Hopper Celebration 2014



Vor gut 12 Stunden bin ich wieder in New York City gelandet, nachdem ich 5 Tage in Phoenix, Arizona verbringen durfte. Grund dafür war die diesjährige Grace Hopper Celebration = größte Konferenz für Frauen in der Informatik weltweit.

Die Teilnehmerzahl lag bei über 8000 - rund doppelt so viel wie letztes Jahr. Die Konferenz ist in den USA wirklich etwas besonderes. Ich habe für die meisten meiner Kurse auch eine verlängerte Deadline für meine Hausaufgaben bekommen, weil ich 5 Tage vollbeschäftigt war.

Ich hatte ein paar Vorstellungsgespräche auf der Konferenz  mit den großen IT-Firmen. Da ich in den nächsten Wochen noch einige mehr habe, schreibe ich am Ende einen großen Interview-Marathon-Blogeintrag mit meinen Erfahrungen und Tipps für deutsche Studenten (P.S. inklusive Interviews mit wirklich super Firmen, wie Google, Facebook, Microsoft und eBay).

Tag 1 - Anreise und Stipendiatentreffen


Von New York nach Phoenix musste ich ca. 5 1/2 Stunden fliegen. Mein Flug ging direkt in der Früh um halb 7, deshalb war ich ziemlich k.o. als ich in Phoenix angekommen bin. 



Nachdem ich erstmal 2 Stunden geschlafen hab, ging es auch gleich mit dem Stipendiatentreffen los - dieses Jahr gab es gut 400 Stipendiatinnen - gesponsert von allen großen Firmen, wie Google, Microsoft, Facebook, IBM, Dell, Twitter... 

Ich habe im Laufe der Konferenz wirklich viel geschenkt bekommen. Hier ein kurzer Überblick über alle Goodies im Verlaufe der Konferenz :)



Leuchtstab von Google!


Es war extrem einfach, neue Bekanntschaften zu machen. Man stellt sich einfach zu einer neuen Gruppen an Menschen mit einem kurzen "Hi, I'm Maria!" und schon ist man Teil der Unterhaltung. Im networking bin ich wirklich viel besser geworden durch diese Konferenz - mal sehen, wie ich das in Deutschland anwenden kann.







Tag 2 - Willkommen bei der Grace Hopper Celebration!


Der erste offizielle Tag der GHC begann mit einer Keynote der Vorsitzenden vom Anita Borg Institute (Telle Whitney). Die Stimmung im "North Ballroom" war gigantisch - 8000 Informatikerinnen auf einem Haufen (es waren sogar 150 Männer dort). Das erlebt man jedenfalls nicht oft. Ich würde es auch wirklich JEDER Informatikerin raten, wenigestens 1x auf die GHC zu fahren - es ist inspirierend und motivierend. Ich spare jetzt schon mal für nächstes Jahr in Texas, falls ich kein Stipendium bekommen sollte :)



Das Convention Center in Phoenix

Komplett Phoenix war mit Bannern von der Grace Hopper dekoriert

Einer meiner Lieblingsorte auf der Konferenz: Der Google "Ladestation"-Hub. Gut für networking, aber auch um sein Smartphone aufzuladen




Tag 3 - Satya Nadella und sein Karmaproblem


Eins der besten Erlebnisse auf der Grace Hopper ist, dass man die einflussreichsten Persönlichkeiten der Informatik direkt vor sich hat.

Megan Smith (CTO United States)
Sie wurde gerade erst zur Chief Technology OfficerIn von Amerika ernannt und war vorher als VP von Google X tätig. In den letzten paar Monaten hat sie wirklich viel Presse bekommen und das auch verdient. Ihre Rede war sehr ansprechend, besonders für Studentinnen wie mich. 

Satya Nadella (CEO Microsoft) & Maria Klawe (Präsidentin Harvey Mudd College)

Maria Klawe hat mich am meisten beeindruckt auf der Konferenz. Sie war sehr natürlich und lustig und hat super Ansichten. Unbedingt anschauen: Best time ever to be a woman (in theory). Ich hoffe, noch ganz viel von ihr zu hören.

Nun zu Satya Nadella. Ja - er hat den Vogel buchstäblich abgeschossen, nach dem er 8000 Frauen geraten hat, nicht nach einer Gehaltserhöhung zu fragen, sondern lieber an Karma zu glauben (Ich saß auch da - 5 Meter von ihm entfernt - und dachte mir nur, ich höre nicht recht). Er hat es nicht so gemeint, jedoch war die Antwort sehr undurchdacht. Unprofessionell für einen CEO. ABER der Rest seiner Antworten war wirklich super. Ich glaube, er bringt den nötigen Schwung zurück zu Microsoft und es ist gut, dass er ein "Celebrity-CEO" ist. Er ist vielen Fragen bewusst ausgewichen, mal sehen, was er in Zukunft mit Microsoft macht bzw. ob es Microsoft besser macht als vorher.


Yoky Matsuoka - VP Technology bei NEST
Ihr Vortag war bombastisch. Mich hat besonders fasziniert, dass sie ihren kompletten Lebensweg geschildert hat bis zu dem Punkt, an dem sie heute steht. Vom Traum "Ich werde Tennis Profi!" zu "Ich baue mir meinen eigenen Tennis-Buddy" zu "Ich baue hilfreiche Roboter für Menschen mit Behinderungen" zu ihrer aktuellen Position "Ich erstelle Smart-Living-Produkte für zu Hause, um Strom zu sparen". Sie lebt für das, was sie arbeitet. 

Ja! Ich konnte endlich die Google Glass ausprobieren. Es war cool zum testen, jedoch finde ich Brillen allgemein störend, deswegen wären die Glasses wohl auch nichts für mich :) Die Technologie scheint aber ausgereifter zu sein, da die Glasses sofort auf Spracheingaben reagierte (sogar mit meinem deutschen Akzent).


Ein ganz großes Kapitel ist die Karrieremesse auf der Grace Hopper. JEDE namenhafte Firma in der IT ist hier vertreten und man bekommt die Möglichkeit, seinen Lebenslauf analysieren zu lassen und sich ggf. gleich für Praktikas zu bewerben. Die meisten der Recruiter waren wirklich super hilfreich und haben gleich Interviews für die nächsten Wochen vereinbart. 


Tag 4 - Spontanvortrag über Lean In


Mittwoch (also Tag 2) wurde ich von Lean In gefragt, ob ich sie nicht bei ihrem Vortrag auf der Grace Hopper unterstützen will. Ich bin spontan und mag Herausforderungen, also sagte ich ohne zu zögern "ja klar!". Vergessen habe ich dabei, dass das meine erste Rede auf englisch vor so einem großen Publikum ist und dass ich eigentlich nur einen Tag zum vorbereiten Zeit hatte. Aber wer nichts wagt, der nichts gewinnt! Wer kann schon sagen, auf der Grace Hopper einen Vortrag gehalten zu haben :) 


Mein Vortrag war super und ich habe am Ende noch ein Selfie von der Bühne aus geschossen :)

Später habe ich sogar noch zufällig die aktuelle CTO von ThoughtWorks getroffen!


Die technischen Vorträge waren allgemein auch sehr interessant und hilfreich. Besonders mochte ich den Mobil & Agile Development Track, denn hier bekommt man Tipps von Entwicklern von Dropbox, Google, Facebook, LinkedIn, etc. - falls ich mal eine App schreiben will, hab ich jetzt zumindest mal ein paar Ideen, wie man es gleich besser machen kann.


Abschiedsparty :(

Die Party wurde von vielen der Großen Firmen gesponsort und war als Lazernight ausgelegt. Es war so schön zu sehen, wenn Mädls aus der ganzen Welt mit VPs, CTOs oder CEOs tanzen. 





Tag 5 - Phoenix


Am letzten Tag habe ich mir noch ein bisschen Arizona angeschaut, hier nur ein paar Fotos:






Tag 6 - Zurück in New York


Heute wieder in New York und ich schmiede bereits erste Pläne, mehr Studentinnen von der OTH zur Grace Hopper zu schicken. Falls ihr Firmen kennt, die gerne ein Stipendium hierfür vergeben möchten, bitte sofort eine Mail schreiben! Es ist sehr schade, dass die Konferenz in Deutschland so unbekannt ist. Die Eindrücke, die man hier mitbekommt, bekommt man nicht mehr so schnell. 





Bis bald! Ich habe die Woche Midterms und muss extrem viel vorbereiten. Falls ihr Fragen habt, schreibt mir!


Montag, 29. September 2014

Wer nichts wagt - der nicht gewinnt

Seit guten 6 Wochen bin ich nun hier in New York. Ich könnte jetzt einiges über Land und Leute schreiben, aber so anders ist Amerika nicht. New York lässt sich eigentlich gut in ein paar Worte zusammenfassen:
inspiring. crazy. smell. CROWDED. incredible. subway. open minded. loud. different. fast. beautiful. expensive. big. bigger. insanely big. burger. stressful. passionate. parks. dogs. tourists. awake. 

Viel mehr will ich jetzt aber darüber schreiben, was ich diese Woche erlebt habe. Ich bekomme immer mehr das Gefühl, dass ich hier wirklich richtig bin und etwas erreichen kann. 

(1) Ich werde seit einer Woche fast täglich zu Vorstellungsgesprächen eingeladen

Und das obwohl ich mich nicht aktiv auf Positionen bewerbe. Darunter sind viele Startups aber auch die Technologie-Giganten. Ich schätze das hängt viel damit zusammen, dass ich nächste Woche zur Grace Hopper fahre. Es gibt aber auch Recruiter, die mich einfach so auf LinkedIn (für die Nicht-Kenner: etwas wie Facebook mit Business-Profilen) anschreiben und einladen. Ich hatte immer gehofft, dass mir so etwas passiert - aber nie wirklich geglaubt. Zu den Interviews (Vorstellungsgesprächen) hier in den USA gehört enorm viel Vorbereitung. Das wird ganz anders geregelt als bei unseren deutschen Unternehmen, die dann einfach kurz fragen wer man eigentlich ist. Hier wird dagegen wirklich auf Wissen und ob man in die Firma passt gestestet. Daher sitze ich aktuell viel an Algorithmen-Aufgaben, neben meinen Hausaufgaben und Readings.

(2) Die Unterstützung meiner Profs ist unglaublich

Einem Prof habe ich erzählt, dass ich vermutlich nächste Woche nicht so viel Zeit für Assignments habe (aufgrund der Konferenz und meiner Interviews) und er war überaus hilfreich. Da er der aktuelle CTO von Dell ist, hat er mir gleich viel über Produkt Management (in dem Bereich möchte ich arbeiten) erzählt und mich mit zwei Senior Produkt Managern von Dell vernetzt - und das alles ohne danach zu fragen. Ich persönlich nehme sehr viel von diesem Mentoring mit, denn wann kann man sich schon mal über seinen Traumberuf mit erfolgreichen Menschen austauschen und Tipps erhalten? So habe ich das in Deutschland bisher nur sehr selten erlebt. 

(3) Lean In @ Columbia University

Neben dem Studium, den Bewerbungsgesprächen und dem Einfinden in das neue Land führe ich gerade noch Lean In Circles an der Columbia University ein. Obwohl fast jeder das Buch kennt, hat nie jemand daran gedacht, Circles wirklich einzuführen -> also mache ich das jetzt. Das Feedback bisher ist einfach gigantisch. Wir haben fast 10 Studenten, die sogar schon Leadership Rollen annehmen und ca. 50 Studenten, die an Cirlces teilnehmen möchten. Für das erste Semester ist das wirklich viel. Es ist viel Aufwand, weil ich gerade als President von Lean In @ Columbia University agiere, aber es ist eine gute Möglichkeit, die Uni und mehr Studenten kennen zu lernen. Außerdem macht es Spaß :)

(4) "Ach ja, Donnerstag gibts nen Überraschungstest!"

Neben dem ganzen Wirbel um die GHC, meine Interviews und Lean In studiere ich ja auch noch. Die Midterms stehen in nur noch zwei Wochen an, meine Assignments stapeln sich und Donnerstag auch noch ein heute angekündigter Überraschungstest in "Artificial Intelligence" (=Künstiche Intelligenz), was noch so nebenbei der schwierigste meiner Kurse ist. Es ist viel, aber immerhin ist man nicht alleine. Selbst um 4 Uhr morgens ist die Bib voll, das gibt einem noch zusätzliche Power!

Ich freue mich außerdem auf Fragen von euch! Egal ob OTH Regensburg Student, der gerne ins Ausland möchte oder ein normaler Student, welcher sich für die Columbia interessiert. Ich helfe gerne!

Bis bald! Ich schreibe das nächste mal direkt aus Phoenix von der Grace Hopper Celebration 2014 :)

Maria


Freitag, 5. September 2014

"Bis nächste Woche?!" - willkommen im Eliteunialltag.

Nach den ersten paar Eindrücken aus New York gab es diese Woche auch die ersten Eindrücke der Uni und meiner Kurse und eins kann ich vorab sagen: das Niveau ist nicht von schlechten Eltern. Mich hat das ziemlich umgehauen die letzten paar Tage. Ich möchte das eben erläutern an meinen Kursen:

(1) Distributed Systems Fundamentals (Verteilte Systeme)
Mich interessiert dieser Kurs sehr und ich wollte ihn eigentlich zu 100% nehmen. Die Professorin war auch super (wie eigentlich jeder Prof hier), nur die Vorkenntnisse und der Workload sind gigantisch. Bei der ersten Hausaufgabe (= Programmierarbeit) meinte Sie, dass man den Kurs schleunigist droppen (abwählen) sollte, sobald man irgendeine Form von Hilfe benötigt. Die erste Hausaufgabe bestand darin, ein komplettes Client-Server Modell mit C++ selbst zu schreiben ohne Ausgangslagen. Klar, C++ Grundlagen sind da - aber das war nur die erste Aufgabe und ich will gar nicht wissen, wie weit es bei den nächsten noch reingeht... also abgewählt. Vielleicht nächstes Semester. Außerdem war die Notengewichtung auch ziemlich erschreckend: 70% Homework, 15% Final Exam und 15% Klassenbeteiligung. Größe der Klasse: ungefähr 80 - 100 Personen

(2) Modern Internet App Development
Richtig toller Kurs! Mein Dozent ist der aktuelle CTO (Chief Technology Officer) von Dell und man merkt, dass er richtig Ahnung hat. Wir haben keine Prüfung, sondern "nur" eine Menge an Projekten über das Semester, welche natürlich benotet werden. Die Projekte richten sich immer an Teams, bei denen die Teilnehmer aber durchaus einzeln benotet werden können. Unsere erste Aufgabe (klar, bis nächste Woche - was sonst) besteht darin, ein CRM Modell mit Kunden als Webapplikation umzusetzen. Wir sind völlig frei bei dem Punkt der Umsetzung, d.h. wir können selbst entscheiden, welche Sprachen und Technologien oder Frameworks wir verwenden werden. Fürs erste ist das ganze noch ohne Datenbankanbindung, aber ich bin mir sicher, dass das bald noch dazu kommt. Größe der Klasse: ungefähr 40

(3) Artificial Intelligence (Künstliche Intelligenz)
Hier weiß ich noch nicht, ob ich ihn behalte. Grundsätzlich find ich das Thema eines der spannensten Themen in der IT aktuell - jedoch wird auch hier viel vorausgesetzt (vor allem Mathe und Statistik). Auch hier gibt es wieder den Großteil der Note auf die Hausaufgaben, was nur Programmieraufgaben in Python sein werden. Bisher habe ich noch nie Python gemacht, werde es aber Samstag und Sonntag in der Uni lernen. Ja - die Freizeit ist hier wohl erstmal vorbei. Ich verstehe vollkommen, warum die Amis in ihren Semesterferien so auf den Putz hauen. Zurück zum Thema: ich behalte den Kurs zu 60% - kommt darauf an in welche Kurse ich sonst noch reinkomme. Größe der Klasse: 80 - 100 Personen

(4) Fundamentals Speech Recognition (Spracherkennung)
Ganz anders als ich mir vorgestellt habe aber dennoch super interessant. Wir behandeln alle Sichtweisen der Spracherkennung, also auch Biometrie. Wir schreiben keine Prüfung, sondern haben auch hier "nur" ein paar Projekte übers Semester. Der Professor meinte, es wird eine wissenschaftliche Arbeit zu einem Thema das wir uns selbst aussuchen könnten. Ich habe zwar bereits eine Idee, aber ich finde das schon ganz schön vage. Dafür sind wir nur ca. ~20 Personen im Kurs.

Ich bin gespannt auf nächste Woche, denn am 12.9. müssen wir final wissen, welche Kurse wir für dieses Semester nehmen. Da alle der obigen Kurse auf dem 4000 (letztes Jahr Bachelor) oder 6000 (letztes Mastersemester) Niveau sind, wähle ich vielleicht noch ein oder zwei einfachere (also 2000 oder 3000 Niveau) Kurse dazu.

Ich lerne jetzt weiter - und das nach 4 Tagen Uni.

Maria

Dienstag, 2. September 2014

Die ersten zwei Wochen in New York und der erste Tag an der Uni

Hi! Ich bin Maria, 21 aus Regensburg und ich verbringe Fall 2014 und Spring 2015 an der Columbia University in New York City (August 2014 - Mai 2015). Ich studiere zu Hause eigentlich Wirtschaftsinformatik, belege hier an der Columbia jedoch nur Informatik Kurse.

Ich bin jetzt zum dritten Mal für längere Zeit im Ausland (davor Brasilien und Irland) und hatte trotzdem wieder richtig Heimweh in den ersten paar Tagen - ich glaube ohne Heimweh gehts einfach nicht. Ich bin jetzt seit gut zwei Wochen hier in New York City und habe mich ganz gut eingelebt. Ich wohne mit einer tollen Mitbewohnerin in Midtown, was zwar ca. 25 mit der Subway von der Columbia entfernt ist, aber eine super tolle Gegend ist. Zum Times Square z.B. muss ich nur 10 Minuten laufen und auch in Downtown bin ich super schnell mit der Subway.


Warum New York? Und warum die Columbia?

New York bietet unglaubliche Möglichkeiten. Man kann hier die verschiedensten Menschen kennen lernen und es gibt jeden Tag Events, an denen man meist auch kostenlos teilnehmen kann. Besonders toll finde ich www.newyorkcares.org - dort kann man sich an verschiedenen ehrenamtichen Veranstaltungen als freiwilliger Helfer anmelden - z.B. um den Menschen ohne Unterschlupf Essen zu servieren, Hunde auszuführen, den Central Park aufzuräumen oder auch um Kindergärten zu verschönern. Bisher habe ich noch an keiner Veranstaltung teilgenommen, habe das aber auf jeden Fall vor, weil es eine gute Gelegenheit neue Leute kennen zu lernen.





Die Columbia University ist eine der 8 Eliteunis in den USA (Ivy League) und ist somit eine der anerkanntesten Unis der Welt. Nachdem ich angenommen worde, war es für mich klar, dass ich das auf jeden Fall annehmen muss. Die Uni hat einen wunderschönen Campus mit vielen Vorteilen für Studenten (z.B. kostenloses Fitnessstudio, ein kostenloser Service um Hausarbeiten zu überprüfen oder kostenloses Drucken am Campus). Insgesamt gibt es hier 22 Bibliotheken mit den jeweiligen Fächervertiefungen. Außerdem finden häufig Veranstaltungen mit sehr interessanten und berühmten Leuten statt, da auch z.B. Barack Obama an dieser Uni studiert hat. Man merkt aber sehr, dass man an einer Eliteuni ist. Besonders ist mir das heute aufgefallen, weil am ersten Tag der Uni meine Bib (die Science + Engineering Bib) komplett voll war. Das würde man bei uns in Regensburg niemals sehen - höchstens in den letzten zwei Wochen vor den Prüfungen. Die Studenten hier haben einen enormen Ehrgeiz, deshalb hab ich auch etwas Angst, ob ich dem Druck und dem Niveau hier gewachsen bin.




Meine Kurswahl im Herbstsemester 2014:
(1) Modern Internet App Development (Appentwicklung)
(2) Artificial Intelligence (Künstliche Intelligenz)
(3) Distributed Systems Fundamentals (Verteilte Systeme)
(4) Fundamentals Speech Recognition (Spracherkennung)
Ich versuche gerade noch, in den Kurs Cloud Computing & Big Data zu kommen, da mich das Thema eigentlich auch sehr interessiert. Leider gibt es hierfür eine Waitlist von ca. 100 Personen - also mal sehen ob das klappt.


Erster Eindruck von New York? 

Oh je ist es hier laut und heiß. Seit zwei Wochen hat es hier ununterbrochen 30+ Grad, was sich jedoch aufgrund der vielen Hochhäuser und des Smogs eher wie 40 Grad anfühlt. Laut ist es dazu auch die ganze Zeit. Es gibt keine 5 Minuten, in denen man kein Polizei- oder Feuerwehrauto hört - daran gewöhnt man sich aber schnell. Es ist wirklich interessant, wie viele verschiene Polizeitöne diese Stadt hat (gezählt habe ich um die 10). Ich bin froh, dass es hier trotz des Verkehrs viele Parks gibt, wie z.B. den Bryant Park, welcher ca. 5 Minuten von meiner Wohnung entfernt ist oder natürlich der Central Park, welcher sich durch ganz Uptown zieht.

Keine Pizza in Little Italy? 

Es gibt viele lustige Sachen bisher zu erzählen. Ich war am Wochenende mit ein paar Freunden zum Pizza essen in Little Italy verabredet und es war ziemlich schwer, in den vielen italienischen Restaurants Pizza zu finden - ich konnte das gar nicht glauben. Letztendlich hatten wir dann jedoch Glück, nachdem wir komplett Little Italy abgelaufen sind.



Der New Yorker Flair kann einen wirklich umhauen - alles ist größer, (viel) teurer und natürlich glamoröser. Man findet an JEDER Ecke Markenläden. Wirklich an jeder. Und es gibt genug Menschen hier, die sich das wirklich leisten können. Besonders Downtown finde ich wunderschön. Viele Plätze entdeckt man auch erst, wenn man länger in der Stadt ist - also habe ich genug Zeit um alles zu erkundigen.


Burger, Hot Dogs, Frozen Yogurt...

Ich habe jetzt bisher erst 1x gekocht (in Regensburg koche ich jeden Tag), denn die Menschen hier essen wirklich alle auswärts. Es ist zwar teuer, aber die Lebensmittelkosten hier sind ungefähr der gleiche Preis wenn man selbst kochen würde. Ich versuche aber demnächst öfter zu kochen, weil es dann doch gesünder ist auf Dauer. Was es hier überall gibt, sind Smoothies oder Frozen Yogurt (meine heimliche Leidenschaft). Leider sind alle Preise immer ohne Steuern, weswegen man manchmal an der Kasse erstaunt ist, dass man doch mehr zahlt als angenommen.





Ich muss bereits in der ersten Woche unglaublich viele Bücher lesen (in Deutschland lese ich vielleicht 1 - 2 Fachbücher pro Semester). Deshalb bis zum nächsten Mal!

Maria